Deutsches U-Boot-Museum

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Datenbankprojekte


Um eine schnelle und nutzbare Anwendung aus dem umfangreichen Datenbeständen der verschiedenen
Marinen herzustellen, müssen die vorwiegend in Papierform und Mikrofilmen vorliegenden Unterlagen in das digitale For-mat umgewandelt werden.

Aber selbst das Vorliegen von digitalen Daten lässt noch keinen systematischen Zugriff zu, so dass erst mit der Er-stellung von verschiedenen Datenbankmodellen eine gemeinsame und damit sinnvolle Nutzung möglich ist. Am Beispiel von zwei bereits im Einsatz befindlicher Datenbanken im Bereich der Kriegsmarine, sollen die vielfältigen Such- und Abfragemöglichkeiten dargestellt werden, die sich insbesondere bei Nachfragen und Recherchearbeiten positiv auswirken.


In der Datenbank Besatzungsmitglieder - in der mittlerweile ca. 45.000 Datensätze* hinterlegt sind - finden sich neben allen wichtigen Personendaten auch Dienstgrade, Gefallenenstatus, Einsatzzeiten und auf welchen Booten wann gefahren wurde. Such- und Abfragefunktionen nach verschiedenen Kriterien ermöglichen trotz des großen Datenvolumens ein schnelles Finden der gesuchten Besatzungsmitglieder.

Noch umfangreicher stellt sich der Inhalt der Datenbank U-Boot-Kommandanten dar. Hier erfolgen alle Eintragun-gen nach der Nummer des Bootes, verbunden mit den wichtigsten Daten zum Boot wie z.B. Typ, Kiellegung, Sta-pellauf, Indienststellung, Bauwerft und Verbleib. Diese Datenbank enthält nur die Namen der Kommandanten die entsprechend ihrer Einsätze auf dem Boot gefahren sind. Von diesem Boot kann auf die gesamte vorliegende Do-kumentation wie Bootsblätter (im Einzelfall über 600 Seiten pro Boot), Kriegstagebücher und vorhandene Fotos der Kommandanten zugegriffen werden. Auch ein Zugriff auf die vorgenannte Datenbank der Besatzungen ist möglich, so dass bei Recherchearbeiten alle relevanten Daten zum ausgewählten Boot zusammenhängend dar-gestellt werden können.

In dieser Datenbank sind bis jetzt* ca. 1.000 Boote einschließlich der Namen aller Kommandanten und Dienstzei-ten hinterlegt, die mit über 106.700 Seiten an Dokumenten (Bootsblätter und Kriegstagebücher) verlinkt ist. Alle Dokumente können dabei einzeln aufgerufen, angezeigt und auch ausgedruckt werden.


Wenn auch die Erfassung aller notwendigen Daten in das digitale Format noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, sind die Vorteile dieser "vernetzten Datenverarbeitung" aber bereits jetzt bei der täglichen Arbeit zu spüren.


* Stand der Datenerfassung Dezember 2011

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